Beiträge und Erfahrungsberichte anderer Seglerfreunde:
Schreiben auch Sie mir Ihre Berichte, von denen Sie denken, daß Sie für Mauerseglerfreunde interessant sein können.
 

E-Mail:                  Mauersegler

20.06.2005
  Hallo Herr Roggel,

im letzten Jahr bin ich auf Ihre schönen und vor allem nützlichen Internet-Seiten gestoßen. "Damals" hatten wir ein altes Haus gekauft und das Dach neu decken lassen. In zwei Gauben hatte es offensichtlich lange genutzte Mauerseglernester gegeben - und eines war noch bewohnt. Wir hatten dies schon befürchtet und uns vorher schlau gemacht. Also, Jungvögel "eingesammelt" und Heimchen gekauft. Die drei Segler sahen schon ziemlich erwachsen aus und es schien nur noch eine Frage von Tagen zu sein, bis sie flügge würden. Die Heimchen wurden angenommen und sehr gut vertragen, allerdings bin ich bei der Fütterung fast verzweifelt. Die perfekte Technik des Schnabelöffnens habe ich leider nicht gelernt, bei mir hat es immer recht lange gedauert! Nach zwei Urlaubstagen habe ich daher bei der Nabu bei Weißensee angerufen und die drei Racker erst einmal vermessen. Da es nach den Maßen der Schwingen noch locker 2 Wochen gedauert hätte, bis sie endlich in die Freiheit entlassen werden könnten, habe ich mich dann sehr schweren Herzens entschlossen, sie bei der Nabu abzugeben, und eine "Patenschaft" über die drei zu übernehmen, damit sie wirklich mit Heimchen und nicht mit "minderwertigerem" Futter aufgezogen werden konnten. Immerhin war der Zustand und auch das Gewicht der drei wohl extrem gut. Als ich zugesehen hatte, wie die Pflegerin der Nabu "meine" drei füttert, war ich richtig neidisch.
Die drei Racker sind übrigens erfolgreich in die Freiheit entlassen worden, hoffentlich kamen sie diesen Sommer zurück.
Das Wochenende nachdem wir die drei zur Nabu gebracht haben, ist dann ein Altvogel in das teilweise geöffnete Dach geflogen (wohl auf der Suche nach dem Nest und nicht mehr herausgekommen. Er ließ sich recht problemlos fangen und - zum Glück - offensichtlich unverletzt wieder fliegen lassen.
Den Winter haben wir genutzt, einen doppelten Mauerseglerkasten nach Ihrer Anleitung zu bauen. Allerdings haben wir die Maße der Bruthöhle vergrößert, denn gemessen an den Maßen in Ihrer Anleitung erschienen mir
die Naturnester in unseren Gauben deutlich größer. Leider zogen dort jedoch Stare ein, wir haben den Kasten wohl zu früh angeboten.
Während der Eisheiligen fanden wir dann eines morgens im Regen einen Altvogel in unserem Vorgarten. Der Vogel war nass und eiskalt (stand wohl unter Schock), zeigte aber keine sichtbaren Verletzungen. Wir haben
ihn in einem Karton auf eine sehr warme aber nicht heiße Wärmflasche gesetzt und diese im Laufe der Zeit mehrfach erneuert. Nach einer Stunde "kuschelte" der Vogel sich schon an die Wärmflasche - er hatte sich
bewegt! Eine weitere Stunde später wurde er unruhig und wir haben ihn vom Dachfenster aus fliegengelassen. Nie werde ich das Gefühl vergessen!
So und jetzt zum Happy End dieser endlos langen Mail: Gestern beim Umgraben im Garten höre ich lautes Mauersegler-Gezeter, drehte mich um und sah ein Mauerseglerköpfchen aus dem Nistkasten schauen...

Vielen, vielen Dank für Ihre zahlreichen Informationen! Ich denke nächstes Jahr werden noch mindestens zwei weitere Nistkästen hinzukommen!

Viele Grüße aus Eichwalde bei Berlin
Dunja Pütz.

  E-Mail:                  Mauersegler 20.06.2005
  Hallo Herr Roggel,

vielen Dank für Ihre Mail. Schön, dass Sie meine lange Mail nicht gelangweilt hat. Ich war einfach so glücklich, dass tatsächlich gleich im ersten Frühjahr Mauersegler bei uns eingezogen sind, dass ich Ihnen das unbedingt mitteilen musste :-)

Ich fand es bemerkenswert, dass - obwohl ich nie näheren Kontakt mit Mauerseglern hatte - im Laufe des letzten Jahres gleich 5 Vögel - im wahrsten Sinne des Wortes - durch meine Hände gegangen sind. Und
scheinbar hat es bei allen ein "Happy End" gegeben.

Gerne dürfen Sie meine Mail abdrucken.

Einen schönen Tag wünscht

Dunja Pütz.

   Texte und Fotos: Klaus Roggel, Konstanzer Str. 4, 10707 Berlin, 2004
 Die Fotos wurden mit einer Nikon CoolPix 995 aufgenommen.  Copyright (c) Klaus Roggel
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  aktualisiert: 20. Juni 2005      home       zurück      weiter   
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