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10.05.2007
 

Liebe Seglerfreunde,

während der Winterpause haben wir die Vorderwand vom großen Fensterkasten neu angefertigt. Die Vögel waren bei 24 gleichen Einflügen wohl überfordert, jedenfalls wurden in all den Jahren nur die Randplätze belegt. Nun sind die Einflüge rund und oval gemischt. Auch die Anordnung ist nicht mehr gleichmäßig, sondern durch Doppeleinflüge unterschiedlich angeordnet. Alleine hätten wir uns wohl niemals getraut, doch Seglerfreund und Experte Erich Kaiser hat uns bestens beraten. Wir sind für seine Hilfe außerordentlich dankbar. Auch das kleinere Fenster hat einen neuen Kasten erhalten, ebenfalls nach seinen Angaben.

Neu ist auch ein Kasten mit 4 Bruträumen hoch oben in der Dachgaube hinter den beiden Schlitzen in der Wand. Die Einflüge sind vorgezogen, die Vögel gelangen so zu durch einen Tunnel zum seitlichen Brutraum.

Dies ist jedoch noch nicht alles. Um die Mittelstraße zu beleben, ist es uns wichtig, möglichst viele Nistplätze dort anzubringen. Vielleicht sind so Nachahmer zu animieren. Also mieteten wir uns eine Hebebühne um unter dem Dach natürliche Brutplätze zu schaffen. 5 Öffnungen, groß genug, um mit der Hand hindurchzufassen, wurden aus dem Dachgesims gesägt. Dadurch konnte kübelweise die Hinterlassenschaft der Spatzen entfernt werden. Mit einer Sonderanfertigung der Firma Schwegler wurde diese Öffnung wieder verschlossen. Hierbei handelt es sich um eine Blende mit Mauerseglereinflug. Eine kostengünstigere Variante zur Mauerseglerblende im Katalog.

Selbstverständlich wurden bei dieser Gelegenheit der 12er Kasten und Schwegler Doppelkasten gereinigt. Der ehemals weiße Kasten hat 2 Elemente vom Großen bekommen, er ist nun gestreift. Nun sind wir gespannt, welche Nistplätze in Zukunft bevorzugt werden.

Noch eine Information zur Rückseite der Fensterkästen.

An Stelle der primitiven Folienrückwand hat nun jede Parzelle eine separate Glasscheibe, die bei Bedarf nach oben entfernt werden kann.

Die Fensterkästen wurden am 22.04.07 eingesetzt. Gleich am nächsten Tag ist der erste Segler in Nr. 24 eingeflogen. Am 24.04.07 folgte dann Nr. 22. Doch dieser Segler benötigte 3 Versuche, in die ovale Öffnung einzufliegen. Dies durfte selbstverständlich nicht so bleiben. Am nächsten Morgen ging es mit einer Feile bewaffnet zum Speicher. Durch schweißtreibende Arbeit wurden 12 ovale Öffnungen vergrößert. Abends die Kontrolle; der Segler passiert mühelos die Öffnung.

Im 12er Kasten (Ostwand) bahnte sich das alljährliche Drama an. Nach dem am 26.04. Nr. 1 eingetroffen war, wurde das Starenpaar sichtlich nervös. Tags darauf um 20 Uhr flog ein Segler in Nr. 9 ein. Die Zwangsräumung dauerte nur wenige Minuten.

Mittlerweile füllen sich unsere Kästen, jedoch die ganze Vogelschar ist noch nicht angekommen. Einige Boxen unserer Brutvögel vom vergangenen Jahr sind noch leer. Die Segler sind auch in diesem Jahr ungemein streitsüchtig. Warum sie bei diesem Überangebot es immer auf einen ganz bestimmten Nistplatz abgesehen haben ist uns rätselhaft. Diese erbitterten Kämpfe nerven gewaltig. Hoffentlich ist Friede eingekehrt, wenn wir aus dem Urlaub zurück sind. (17.05. bis 07.06.)

Wer an Bilder von den Kästen interessiert ist, möchte sich bitte bei uns melden.

Mit freundlichen Grüßen

Streles aus Laupheim

   Texte und Fotos: Klaus Roggel, Konstanzer Str. 4, 10707 Berlin, 2006
 Die Fotos wurden mit einer Nikon CoolPix 995 aufgenommen.  Copyright (c) Klaus Roggel
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  aktualisiert: 09. August 2007      home       zurück      weiter   
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