Beiträge und Erfahrungsberichte anderer Seglerfreunde:
Schreiben auch Sie mir Ihre Berichte, von denen Sie denken, daß Sie für Mauerseglerfreunde interessant sein können.
 

E-Mail:                  Mauersegler

22.10.2014
 

Lieber Herr Rapp,

vielen Dank für Ihre Mail mit den schönen Fotos und Ihren praxisnahen Anregungen.
Gern bin ich Ihrem Wunsch nachgekommen, Ihre Mail an dieser Stelle zu veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Roggel


www.artenschutz.klausroggel.de

 

Von: Rapp,Roland [mailto:roland.rapp@bsz-bietigheim.de]
Gesendet: Mittwoch, 22. Oktober 2014 13:00
An: info@klausroggel.de
Betreff: Mauerseglerprojekt Besigheim u. Umgebung

Hallo Herr Roggel,

der BUND-BV Stromberg-Neckartal führt seit 2003 ein
Mauerseglerschutzprojekt durch.
In Rahmen des Projektes wurden bisher ca. 500 Mauerseglernisthilfen in Besigheim, Bönnigheim, Löchgau und Umgebung aufgehängt. Ich möchte Ihnen ein paar Erfahrungen bzw. Anregungen mitteilen.

Vielleicht können Sie die Erfahrungen auf Ihrer Internetseite unter "Seglerfreunde berichten" veröffentlichen.

Es hat sich als besonders günstig erwiesen, wenn die Nistkästen möglichst hoch, wie z.B. an Türmen angebracht wurden, da sie dann kaum noch von Sperlingen belegt wurden.
Nistkästen die in ca. 10 m Höhe angebracht wurden, sind auch von Haussperlingen als Brutplatz genutzt worden. Die Haussperlinge tragen aber oft so viel Nistmaterial ein, dass es im Kasten für die Mauersegler zu eng wird. Deshalb müssen diese Kästen alle paar Jahre gereinigt werden.
Besonders günstig ist es, wenn die Kästen im Gebäude angebracht werden können, so dass von außen nur das Einflugloch sichtbar ist. Dann können die Kästen jederzeit problemlos kontrolliert und falls erforderlich ausgeputzt werden.
Zum Schluss noch ein Beispiel von einer erfolgreichen Dachsanierung an einem Hochhauses in Besigheim. An dem Hochhaus haben ca. 20 Mauerseglerpaare unter der Dachverwahrung gebrütet. Bei den Sanierungsarbeiten musste auch die Verwahrung erneuert werden. Im Zuge der Sanierungsmaßnahme wurden an dem Hochhaus
36 Mauerseglernistkästen an sonnengeschützten Stellen angebracht.
Ich hoffe die Beispiele ermuntern den ein oder anderen Mauerseglerfreund, zu erkunden ob in seiner Stadt nicht ähnliche Möglichkeiten gegeben sind.

Ich schicke Ihnen im Anhang ein Paar Bilder zu den erwähnten Beispielen.

Zum Schluss noch ein dickes Lob für die tolle Mauerseglerseite. Ich verfolge die Seite schon seit vielen Jahren und habe mir hier schon die eine oder andere Anregung geholt.

Viele Grüße

Roland Rapp

Projektleiter Mauerseglerschutz
BUND-BV Stromberg-Neckartal

 
Schochenturm mit Einfluglöchern Besigheim
Burgturm Bönnigheim mit Einfluglöchern im Dachtrauf

Blick in einen Nistkasten im Schochenturm

Burgturm von innen mit Mauerseglerkästen
Hochaus in Besigheim mit Nistkästen Hochaus in Besigheim mit Nistkästen (Tele-Zoom)

 

E-Mail:                  Mauersegler

11.04.2008
 

Liebe Frau Wiegand,

vielen Dank für Ihr Ihren schönen Bericht mit Fotos. Ich habe alles soeben auf meiner Webseite veröffentlicht.
Vor Ihren Leistungen als Segler-Pflegemutter habe ich großen Respekt. An die 100 junge hungrige Segler zu versorgen, ist für eine Person ja ein full-time-job. Haben Sie da noch überhaupt Zeit zum Schlafen. Und das Futter ist ja auch nicht gerade um die Ecke zu bekommen und kostet ne Menge Geld. Ich hoffe, Sie werden von anderen Seglerfreunden bei Ihrer Arbeit unterstützt.

Ich wünsche Ihnen für dieses Seglerjahr in Ihrer "Aufzuchtstation" viel Erfolg und viel Freude. Vielleicht schaffen es dieses Jahr die meisten Jungen auch ohne Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Roggel


www.artenschutz.klausroggel.de

 

Von: wiegand.wall@t-online.de [mailto:wiegand.wall@t-online.de]
Gesendet: Freitag, 11. April 2008 09:42
An: info@klausroggel.de
Betreff: Segleransiedlung

Hallo Herr Roggel,

Willi Bernbeck hat mich schon mehrmals gebeten Ihnen meinen Segleransiedlungsbericht zuzuschicken, mit dem Hinweis, dass Sie daran interessiert seien ihn auf Ihrer Homepage zu zeigen. Mich würde das sehr freuen, ich hoffe die Ansiedlung/Besiedlung neuer Kästen klappt auch in diesem Jahr.

Anbei der Seglerbericht, Bilder vom selbstgebauten Schornstein und ein Foto meiner Scheune.

Den Zeistkasten am Schornstein baue ich gerade so um, dass die Segler mehr Platz haben und ich von innen eine Kamera angringen kann. Da ich jedes Jahr fast hundert Segler pflege könnte ich evtl. auch Jungsegler einsetzen, wenn es paßt.

Übrigens zählten zu meinen Pfleglingen aus dem letzten Jahr erstmals echte Berliner Seglerkinder, die von hier erfolgreich starten konnten.

Viele Grüße
Andrea Wiegand, Borken/Hessen

 

angenommener Nistplatz am Schornstein, Foto Wiegand

Jungsegler vor dem Ausfliegen, August 2007, Foto Wiegand
 
Seglernistplätze an der Scheune, Foto Wiegand
 

Bericht der Wiegands aus Borken:

Hallo Seglerfreunde!

Hätte ich 1990 schon gewusst, dass mir die Mauersegler einmal soviel bedeuten würden, wir hätten unseren Walmdachbungalow damals sicher nicht gekauft. Umgeben von mehr als 50 fast 20m hohen Tannen stand das Haus, für jeden Segler gut versteckt, auf dem Grundstück.

Der Umzug aufs Land machte mich zum Wildvogelfreund, der erste Seglerpflegling kam 1991 und konnte auch erfolgreich starten. Dieser Vogel brachte mich bereits dazu unser Haus endlich wieder sichtbar zu machen. Die Tannen waren mir bereits ein Dorn im Auge und so entschloss ich mich sie zu fällen und durch Laubgebüsch zu ersetzen. Bereits 1993 versuchte der erste Mauersegler verzweifelt in einen Starenkasten einzufliegen, dieser hatte gerade mal eine Höhe von 2,60m, befand sich an der Außenfassade des Hauses. Er war allerdings belegt, die Stare fütterten seit
2 Tagen. Der Segler kam bei schönem Wetter ca. 10 Tage lang, danach nie wieder. Das war zuviel, ich musste etwas tun. So entschloss ich mich unser Haus durch eine Schornsteinattrappe zu "verschönern". Der Schornstein ist vom Dachboden aus einsehbar, hat 4 eingebaute Nistplätze. Die Stare kamen bereits im ersten Jahr und waren seitdem treue Bewohner. Angelockt durch die CD von Erich Kaiser suchten auch Mauersegler nach Einflügen, hängten sich sogar einmal ans Einflugloch, flogen dann aber fort. Jedes Jahr war das eine herbe Enttäuschung für mich, der Spott der Nachbarn war mir gewiss. So entschloss ich mich zum Erwerb einer Scheune, die schräg gegenüber unseres Hauses einigermaßen günstig zum Verkauf stand, die letzten Euros wurden zusammengesucht. Dort soll nun meine "Seglerkolonie" entstehen.

2006 bekam ich einige Zeist-Seglerkästen geschenkt und brachte einen davon am "Seglerschornstein" an. Die Stare nahmen ihn sofort an. Wie jedes Jahr flogen auch einige Segler ums Haus, ich dachte mir bereits nichts mehr dabei, mein Augenmerk war jetzt auf den Scheunengiebel gerichtet. Auch in diesem Jahr waren seit Ende April die Stare wieder in dem Zeistkasten am Schornstein, die Jungen flogen Mitte Mai aus. Als Ende Mai das Wetter endlich wieder besser wurde kamen auch die Segler zurück und ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen: Sie flogen immer wieder ums Haus und vor allem in Richtung Zeistkasten. Ein Star belegte jedoch den Kasten schon wieder für sich, balzte was das Zeug hielt. Ich musste etwas tun, versuchte ihn mit Tennisbällen zu vertreiben. Er lies sich erfolgreich überreden den Kasten aufzugeben, einen Partner hatte er ja glücklicherweise noch nicht. Am 04. Juni dann war es endlich soweit, die beiden Mauersegler hingen am Einflugloch, der hintere schob seinen Partner kurzerhand hinein. Dieses Schauspiel konnte ich beobachten, unserer Sitzplatz im Freien befindet sich direkt vor dem Schornstein auf der Wiese. Hilde Matthes hat es bereits treffend gesagt: Ein 6er im Lotto kann nicht schöner sein. Mindestens einen Mauersegler zog das Paar erfolgreich auf, er startete am 18.August 2007.

Daraufhin brachte ich auch am Scheunengiebel einen Zeistkasten an und dieser wurde bereits 3 Wochen später eingeflogen. Ein Segler baute darin ein Nest, gebrütet wurde aber glücklicherweise nicht mehr.
Nun zähle ich also auch zu den stolzen, glücklichen Besitzern eines Seglernistplatzes und hoffe diesen wundervollen Vögeln noch lange helfen zu können vor allem durch Nistplätze aber durch die Aufzucht verunfallter Tiere.

Andrea Wiegand

   Texte und Fotos: Klaus Roggel, Konstanzer Str. 4, 10707 Berlin, 2006
 Copyright (c) Klaus Roggel
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  aktualisiert: 23. Oktober 2014      home       zurück      weiter   
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